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Mediation in Hofheim am Taunus

Was ist Mediation?

Was ist Mediation?

Mediation kommt aus dem Lateinischen und kann mit Vermittlung übersetzt werden. Sie ist eine Erscheinungsform der Streitvermittlung. Vermittelt wird das Verständnis für die Situation und die widerstreitenden Interessen der Parteien, auf deren Grundlage die Parteien sodann Lösungsoptionen erarbeiten.

Wie soll das funktionieren?

Sicherlich haben die Streitparteien schon viele Versuche hinter sich gebracht, um eine Regelung zu vereinbaren, die den Konflikt lösen könnte und an die sich auch jeder halten kann. Aber die Gespräche sind immer eskaliert. Mit dem kann man doch gar nicht reden werfen sich die Parteien gegenseitig vor. Was soll da ein Mediator noch bewegen können?
Doch tatsächlich sind die Chancen miteinander zu reden auch dann noch recht hoch, wenn die eigenen Bemühungen gescheitert sind. Das hängt mit Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation zusammen. Die konfliktbedingte Wahrnehmung hindert die Streitparteien oft daran, sich zu verstehen. Ihr Verständnis voneinander beschränkt sich auf Vorwürfe, Verletzungen und Zurückweisungen. Die Streitparteien haben Mauern um sich aufgebaut, die den Blick auf die Interessen und Möglichkeiten verwehren.

Mit der Unterstützung eines Dritten und etwas gutem Willen kann durchaus ein Verständnis für die Konfliktlage als Voraussetzung für eine konstruktive Konfliktlösung vermittelt werden!

Mit der Unterstützung des Mediators können die Maueren wieder transparent werden. Er kennt sich mit Konflikten aus und weiß, wie Menschen in solchen Situationen reagieren und worauf sie achten oder eben nicht achten. Der Mediator vermittelt die Aussagen der Streitparteien auf eine Weise, die der jeweiligen Gegenseite besser zugänglich und verständlich wird. Die dadurch von den Streitparteien zu gewinnenden Sichtweisen und Erkenntnisse sind immer ein ausreichender Nährboden für neue, und meistens bessere, Lösungen als erwartet.

Brauche ich einen Spezialmediator für ...?

Nach meiner Überzeugung handelt es sich bei der Mediation um ein Verfahren, das für viele Themenbereiche geeignet ist. Das Thema ändert bestimmte Rahmenbedingungen; so wird beispielsweise in Familienthemen der emotionale Bereich stärker betont und herrschen in Wirtschaftsmediiationen oftmals förmlichere Umgangsformen.

Doch davon abgesehen handelt es sich um eine Mediation in bestimmten Themenbereichen, etwa um eine Mediation in Familiensachen oder um eine Mediation in Wirtschaftssachen.

Meiner Auffassung nach ist daher beispielsweise eine Familienmediation keine Spezialisierung, sondern behandelt einen familiären Konflikt mit den allgemein anwendbaren mediativen Methoden.

Daher kann ein allgemein ausgebildeter Mediator die Prinzipien der Mediation in sehr vielen Themenfeldern anwenden. Eine "Spezialisierung" ist dieser Auffassung nach nur eine künstliche Verengung auf ein Themenfeld. Dies ist nicht erforderlich, da die Parteien selbst eine Lösung erarbeiten. Der Mediator gibt diese nicht vor und braucht daher kein inhaltlicher und/oder rechtlicher "Spezialist" für ein Themenfeld zu sein - er ist Spezialist für die Methoden der Mediation.

Phasen der Mediation

Wie läuft eine Mediation ab?

Eine Mediation orientiert sich zwar nicht an festgelegten, starren Verfahrensregeln, lässt sich aber dennoch in fünf Phasen unterteilen.

In der ersten Phase wird den teilnehmenden Parteien das Verfahren erklärt. Eine Mediationsvereinbarung, in der alle formellen Fragen, wie Ort und Zeit der Sitzungen, Kosten etc. geklärt werden, wird geschlossen.

In Phase zwei bekommen alle Parteien Gelegenheit, den Kernpunkt des Streites aus ihrer Sicht zu erläutern.

Darauf folgt eine dritte Phase, die dazu dient, den jeweils anderen Beteiligten die eigene Sichtweise klarzumachen und so die wesentlichen Streitpunkte herauszuarbeiten.

In Phase vier soll dann eine Lösung entwickelt werden.

Abschließend wird in Phase fünf die gefundene Lösung festgehalten. Dies sollte schriftlich erfolgen.

Die beschriebenen Phasen müssen nicht in jeweils gesonderten Sitzungen durchlaufen werden, sondern können innerhalb eines Termins behandelt werden.

Es besteht keine Pflicht, sich anwaltlich vertreten zu lassen. Die Gespräche können selbst geführt werden. Eine anwaltliche Beratung kann in manchen Fällen dennoch sinnvoll sein.

Unterschied der Mediation zur Schlichtung

Die Grenzen zwischen Mediation und Schlichtung verlaufen fließend. Ein Schlichter nimmt tendenziell stärker Einfluss auf die Verhandlung als ein Mediator. Der Auftrag eines Schlichters zielt in der Regel darauf ab, einen eigenen Lösungsvorschlag zu entwickeln und zu präsentieren.

Schlichtungen finden oftmals in Tarifstreitigkeiten statt.

Ein Schlichter ist nicht darauf beschränkt, über die Rechtslage zu entscheiden, sondern kann auch andere Belange berücksichtigen. Er hat aber anders als ein Schiedsrichter oder -gutachter keine Befugnis zur abschließenden Entscheidung.

Unterschied der Mediation zum Schiedsgutachten

In Abgrenzung zur Mediation entscheidet ein Schiedsgutachten abschließend über einen abgrenzbaren tatsächlichen oder rechtlichen Teil eines Konflikts.

Es stellt zum Beispiel Tatsachen fest oder dient der Leistungsbestimmung. Schiedsgutachten haben insbesondere im deutschen Wirtschaftsverkehr eine beachtliche praktische Relevanz. Ein Beispiel ist die Qualitätsarbitrage, bei der die Qualität gelieferter Waren begutachtet wird.

Schiedsgutachten eignen sich darüber hinaus zur Tatsachenfeststellung in Baustreitigkeiten, aber auch bei Gesellschafterdisputen.